... da hatte ich das Angebot auf der MS Europa zu fahren. Und zwar nicht als Tourist, sondern so richtig als Crew-Mitglied. Entertainment Coordinator sollte ich sein.
Warum ich das schreibe?
Weil mich gerade eine Kollegin anrief, die genau dieses Angebot bekommen hat. Nur ein Jahr später. Unabhängig davon, dass die Gage sich in dieser Zeit um mehr als die Hälfte reduziert hat, musste ich mich somit der eigenen Frage stellen, ob ich es bereue, dieses Angebot nicht angenommen zu haben.
Ich wäre in Süd-Amerika an Bord gegangen, es hätte mich nach Australien verschlagen und nach einer kurzen Umschiffung von Afrika, wäre ich in Hamburg wieder von Bord gegangen. Das klingt schön...
Warum ich das schreibe?
Weil ich festgestellt habe, dass ich ein echt schlechter Tourist bin. Und ich deswegen auch nicht für diese Branche arbeiten will. Denn sie will, wahrscheinlich, nur das Schöne sehen.
Ich hatte das Glück beruflich ins Ausland reisen zu dürfen. Ich denke an Shanika, die im Tsunami ihr Zuhause verlor. Ich denke an Denise, die mir in Frankreich ihre Erlebnisse im KZ Auschwitz anvertraute. Da ist das Mädchen aus Uganda und der Botschafter in Schweden. Die Kinder auf der Müllkippe in Guatemala und die Behinderten in Petersburg. Diesen Menschen war ich nah. Wenn auch nur für einen kurzen Moment. Ich denke aber auch an Shanika, die mich zum Tee einlud, obwohl sie nichts mehr hatte. Und an die Müllkippenkinder, mit denen ich mich einfach nur rollte.
Länder will ich nur noch über Menschen kennen lernen. Und deswegen bin ich nicht auf der MS Europa.
Ob ich deswegen meinen Job jetzt noch ausüben sollte, das weiß ich im Moment auch nicht mehr...
Aber die Telefonrechnung muss ja auch gezahlt werden :-)
Nix für ungut
14 Februar 2006
13 Februar 2006
Gefängnis bedeutet...
... keine Tür öffnen zu können. Bedeutet aber auch, Menschen kennen zu lernen, die anders sind. Und sie zu akzeptieren. Mein Vater hat mich folgende Zeile gelehrt: Freiheit, das heißt keine Angst zu haben, vor nichts und niemandem (Natürlich im Original total bayerisch; vom alten Wecker). Und durch ihn und sein Wissen konnte ich die seltsamste Zeit meines Lebens durchstehen. Heute hängt nur noch ein Bild von ihm an der Wand. Er fehlt, aber ist doch so sehr bei mir. Im Zimmer meiner Großmutter fand ich nach ihrem Tod - am Bild meines Großvaters - dieses Gedicht, es hat mich sehr berührt:
Je länger Du fort bist um so mehr bist Du hier,
je weiter Du fort bist, umso näher bei mir.
Du wirst mir notwendiger als das täglich Brot ist -
Du wirst lebendiger, je länger Du tot bist.
Ihr da, ihr fehlt mir...
Nix für ungut!
Je länger Du fort bist um so mehr bist Du hier,
je weiter Du fort bist, umso näher bei mir.
Du wirst mir notwendiger als das täglich Brot ist -
Du wirst lebendiger, je länger Du tot bist.
Ihr da, ihr fehlt mir...
Nix für ungut!
12 Februar 2006
Heute Abend...
...habe ich gekocht. Kochen für sich selbst macht Spaß! Sagt man... Stimmt aber nicht, finde ich. Und das liegt nicht am kochen, sondern am essen. Essen für sich selbst ist nämlich ziemlich blöd, finde ich!
Nix für ungut
Nix für ungut
10 Februar 2006
Olympische Spiele
Jetzt sind sie also wieder eingelaufen. Die Welt ist versammelt, um sich friedlich im Wettstreit zu messen. 16 Tage lang. Hymnen werden gespielt. Hymnen-Spiele. Ich hörte, Schorsch Hackl ist sauer. Die Umkleidekabinen sind das Problem. Die italienischen Rodler werden bevorzugt, sie haben eine Kabine für sich, der Rest der Welt eine Sammelumkleide. Yoko Ono spricht: Imagine Peace. Wenn das unter diesen Umständen mal gut geht... Die Gullydeckel wurden sicherheitshalber schon mal verschweißt. Evi Sachenbacher ist für fünf Tage schutzgesperrt und Peter Gabriel singt dazu Lennon's "Imagine". Ich glaube, der Schorsch ist trotzdem noch stinkig.
Die Feier läßt die Phantasie tanzen und das ist gut so!
Nix für ungut!
Die Feier läßt die Phantasie tanzen und das ist gut so!
Nix für ungut!
Und das kommt dabei raus...
09 Februar 2006
Einfach sein...
...ist manchmal ganz schön schwierig. (Schwierig sein übrigens auch)
Hier schreibe ich also nun das nieder, was im Kopf hängt. Einen Platz gefunden. Das müßte ja eigentlich für neuen Platz sorgen. Innere Kopfwäsche ist angesagt. Bin gespannt, was passiert. Muß ich gleich morgen früh überprüfen. Innere Kopf-Inspektion sozusagen. "Guten Morgen, hier spricht ihre Gedanken-Aufnahme-Zentrale. Mit dem heutigen Stand haben sie wieder Platz für 200 neue Gedanken. Piep. Beim nächsten Ton sind es nur noch 199. Piep. Beim nächsten Ton sind es nur noch 198. Piep."
Habe kürzlich einen Menschen entdeckt, der für neue Impulse sorgt. Brauche viel Platz, befürchte ich... Verdamp lang her!
Über das warum muss ich mir auch noch Gedanken machen. Höre dazu Musik, die mich an Menschen erinnert, die keine Impulse mehr geben können, aber es mehr denn je tun.
Einfach sein ist manchmal ziemlich schwierig. Schwierig sein aber auch!
Nix für ungut
Hier schreibe ich also nun das nieder, was im Kopf hängt. Einen Platz gefunden. Das müßte ja eigentlich für neuen Platz sorgen. Innere Kopfwäsche ist angesagt. Bin gespannt, was passiert. Muß ich gleich morgen früh überprüfen. Innere Kopf-Inspektion sozusagen. "Guten Morgen, hier spricht ihre Gedanken-Aufnahme-Zentrale. Mit dem heutigen Stand haben sie wieder Platz für 200 neue Gedanken. Piep. Beim nächsten Ton sind es nur noch 199. Piep. Beim nächsten Ton sind es nur noch 198. Piep."
Habe kürzlich einen Menschen entdeckt, der für neue Impulse sorgt. Brauche viel Platz, befürchte ich... Verdamp lang her!
Über das warum muss ich mir auch noch Gedanken machen. Höre dazu Musik, die mich an Menschen erinnert, die keine Impulse mehr geben können, aber es mehr denn je tun.
Einfach sein ist manchmal ziemlich schwierig. Schwierig sein aber auch!
Nix für ungut
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