21 November 2006

Nein, ich will nicht jammern!

Schicke Winterreifenfelgen aufzuziehen und trotz 20 Grad am vergangenen Donnerstag Tee mit Rum zu trinken, läßt mich ja noch vergnügt in die Zukunft blicken...

Und trotzdem kommt er so langsam um die Ecke: Dieser Winter! Er fängt bekanntlicherweise immer damit an, dass es eigentlich dunkel ist. Am Morgen, wenn ich aus dem Haus gehe und erst recht am Abend, wenn ich dahin zurückkehre. Und wer auch immer für die zwischenzeitlichen Hochtemperaturen verantwortlich ist, er führt mich an der Nase herum! Da helfen für mein persönliches Wohlgefühl, auch keine kurzfristig wieder herbei geschafften Sonnen-Bierbänke außen in der Brez'n...

Als erstes spüre ich den Winter immer in der Nase. Zumindest seit sechs Jahren. Seitdem ist mein Arbeitsort die Kleinstadt Ismaning, ein bißchen nördlich von München. Und immer, wenn es dort unmenschlich nach Odel stinkt, beginnt der Winter. In der nächsten Stufe kommt der Nebel und dann der Schnee. Ohne den aufkeimenden Tourismus in Ismaning untergraben zu wollen, nach Odel stinkt es in allen drei Stufen des Winters. Der Nebel ist schon da...

Aus der Stadt rauszufahren, mitten rein in den Nebel, dafür sollte es eigentlich Gefahrenzulage geben. Gibt es aber nicht. Aber man hört ja auch von Städtern, die zahlen für einen Urlaub auf dem Bauernhof... Vielleicht sollte ich meine Klappe halten, damit ich nicht noch Genusssteuer abführen muss, in diesen dunklen Wintermonaten.

Und auch der gemeine Wintersportler ist hier in Bayern weit vertreten. Für mich beschränkt sich Wintersport darauf, mein eingeschneites Fahrzeug auszubuddeln, die Scheiben einigermaßen auf freie Sicht zu trimmen und dann den Wahnsinns-Ride durch Münchens verschneite Strassen zu genießen. Immer dieses Erlebnis voraus, war der Streuwagen schneller als ich? Sollte ich die acht Kilometer in weniger als anderthalb Stunden schaffen? Hat das Auto hinter mir auch daran gedacht, die schicken Winterreifenfelgen aufzuziehen und dieses vor der Vollbremsung??? Man steckt halt nicht wirklich drin!

Ich gehe am 15. Dezember mit Roeland eine Grog trinken. Auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt. Das lässt mich hoffen, auch wenn der Grog bestimmt so teuer ist, dass ich schon wieder am Winter zweifeln möchte...

Jetzt sag mir jemand, was wirklich schön am Winter ist!

Nix für ungut

15 November 2006

Abgleiten...

Es gibt so Momente, in denen reicht eine kurze Notenfolge, die entfernt mein Ohr erreicht, um mich in Situationen zurückzuversetzen... In gelebte Situationen, die lange hinter mir liegen.

Das können dann Erinnerungen sein, die ich mag. Aber auch Dinge, die ich eher nicht mag...

Grad eben ist mir sowas passiert. Ich bekam eine verliehene CD zurück. Auf der Heimfahrt hörte ich sie im Auto. Und da war es, das Beerdigungslied meines Vaters. Und, schwupp, sehe ich mich an seinem Grab stehen. Oder, um ehrlich zu sein, sah ich mich Hand in Hand mit meinem Bruder in der Aussegnungshalle stehen. Gestützt durch seine Freundin. Ich weiß, mir flossen die Tränen. Aber damals war es so unwirklich.

Als ich "Adieu Emilie" gerade hörte, konnte ich lächeln. Jeder der dabei war, weiß warum. Jetzt sah ich es von "oben". Und zu allem Überfluss, war der Kerl, dem ich die CD lieh, auch noch auf meinen Spuren und zeigte mir Fotos von den Orten, an denen ich "gewachsen" bin . Da waren sie also, meine Erinnerungen. Zumindest ein Teil davon. Danke, Monsieur! Und das ist ernst gemeint!!!

Was nicht passt, ist, dass auf dem Balkon meines Vaters plötzlich Blumen blühen... Aber vielleicht ist das ja auch ein Zeichen!

Nix für ungut

09 November 2006

Geht nicht, gibt es nicht!

Stark! Es taucht immer häufiger und überall auf. Als Werbespruch von diversen Firmen, als Lebensmotto in Bewerbungen, in Ansprachen an das Volk...

Ohje, was ich diesen Spruch mittlerweile hasse! Das ist doch echter Selbstbetrug. Ich bin sicher: "Geht nicht, gibt es!".

Selbst wenn man es natürlich manchmal nicht wahrhaben will... Manche Dinge gehen einfach nicht. Da kann ich mich drehen und wenden, machen und tun oder versuchen die Welt auf den Kopf zu stellen. Es geht nicht. Punkt!

Wichtig ist es, einen Plan B zu haben. Dann ging es halt nicht, aber es ist trotzdem schön. Und ich kann mich immer noch im Spiegel anschauen und denken: "Ging doch!".

Und selbst, wenn erst Plan F greift, kann das immer noch gut sein...

Nix für ungut

01 November 2006

Heute ist der Dienstag ein Freitag, tstststs

Wieder so ein Tag. Kaum ist der Sonntag vorbei (Das süße Leben) fängt der Montag an (Das harte Leben). Normal halt...

Dann kommt so ein Dienstag daher und hat als Ausblick einzig und allein einen weiteren freienTag zu bieten... Den Mittwoch als Feiertag!
Damit muss mein Biorhythmus erstmal klar kommen (Rechtschreibung nach www.wikipedia.org).

Ist komisch. Denn eigentlich fühle ich mich wie an einem Freitag. Aber das stimmt ja nicht. Denn nach einem Freitag kommt der freie Samstag und dann der völlig freie Sonntag. Aber jetzt folgt auf den freien Mittwoch der Donnerstag, wie immer natürlich völlig normal.

Aber jetzt dann doch ganz anders, denn Donnerstag darf ich ja wieder arbeiten. Freitag muss ich dann wohl auch wieder ran, um damit meinen natürlichen Samstags - Rhythmus wieder einzuläuten.

Und die Zeit ist auch noch umgestellt worden, tstststs!

Nix für Ungut