28 Oktober 2007
Eigentlich...
So sollte es sein, aber irgendwie bin ich an den technischen Möglichkeiten gescheitert. Ging einfach nicht...
Ob dieses Problems, den einen Eintrag nicht zu Ende bringen zu können, habe ich es dann auch nicht geschafft, einen Neuen zu verfassen. Und dabei ist soviel passiert!
Ein toller Freund hat mich zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft eingeladen. Toll war es, wir haben zwar verloren, aber es passte trotzdem. Was mich überraschte: Beim Abspielen der Nationalhymne wird der Text auf den großen Bildschirmen wie beim Karaoke eingespielt. War das vor Sarah Connor auch so? Nebenbei: Mein persönlicher Fußballheld "Jan Koller" hat toll gespielt. Nur halt in der anderen Nationalmannschaft. Egal!
Achtung, wenn ihr in der Allianz Arena seid. Die sogenannte Chili-Wurst hält, was sie im Namen trägt! Und alkoholfreies Bier hilft nur bedingt gegen den Brand!
Zwischendurch sind die Munich Cowboys in die erste deutsche American Football Liga aufgestiegen. Auch das war ein Spaß! Da war ich mit meinem guten Freund Ingo. Auch der macht mir Spaß!
Ansonsten bin ich dabei, mein kleines Auto mal wieder winterfit zu machen. Meine Wohnung auch. Und wie im letzten Jahr, habe ich jetzt schon ein Date für den ersten Glühwein auf dem Schwabinger Weihnachtsmarkt. War es letztes Jahr noch mein Kumpel, der olle Holländer, ist es jetzt eine reizende und weibliche Person... Dauert aber noch vier Wochen. Was mach ich denn in der Zwischenzeit? Und was mache ich, wenn die Sonne scheint?
Noch habe ich den kleinen Weihnachtbaum, den mir die schöne Französin letztes Jahr geschenkt hat, in einer unauffälligen Ecke stehen. Wann hole ich ihn hervor? Zum kalendarisch richtigen Termin, oder erst wenn ich denke, dass das draußen auch passt ? Ich glaube, mein Gefühl gewinnt...
Nebenbei und eigentlich hauptsächlich bin ich natürlich am arbeiten! Das macht immer noch Spaß. Oder halt auch wieder...
Zwischendurch war ich für einen Tag in London. Jeder der mich kennt, weiß, das ich gewisse Vorurteile habe bezüglich der Insel. Ich verstehe halt nicht, warum man anders fahren muss, als der Rest der Welt. Warum man trotz LK Englisch die Londoner nicht versteht, warum man, wenn man lecker essen gehen möchte, besser einen Asiaten wählt. Warum man in England das Wort "Medium" nicht versteht, wenn es um ein Steak geht! Und warum man trotzdem alleine abends neunundvierzig britische Pfund zahlt, ohne ausufernd geworden zu sein! Und dann noch das britische Königshaus...
Neunundvierzig britische Pfund sind übrigens nahezu fünfundsiebzig europäische Euro! Mein Schock war mindestens genauso groß. Die gefüllte Tomate als Beilage hat es auch nicht wettgemacht, ganz im Gegenteil! Ich habe die Tomate am Aussehen identifiziert, nicht am Geschmack.
nix für ungut
13 Oktober 2007
27 September 2007
Ach, übrigens
Das war echt schön!!!
Aber jetzt ist es wieder grau, also verlieben lohnt sich. Es hat wohl mehr Bestand...
nix für ungut
06 September 2007
C'est gris en allemagne (macht aber nix)
Neben all den neuen Erfahrungen im Büro gibt es noch eine neue Erfahrung für mich. Denn seit Montag fahre ich jeden Tag einhundertundsechzehn Kilometer. Mindestens, denn wenn ich noch privat fahre, dann werden es natürlich mehr. Bis jetzt kein Problem, denn ich fahre ja gerne Auto. Ab und zu singt auch der nette Herr Schmitz ein Lied für mich und irgendwann werde ich bestimmt auch meinen alten Truckerkollegen wiedertreffen, vor dem ich vor kurzem und nur ganz kurz an der Ampel gezittert habe...
Natürlich würden sich diese Kilometer wesentlich schöner gestalten, wenn ich das Dach meines kleinen Autos öffnen könnte und so genüßlich in Richtung des Prachtsees fahren würde, doch leider will das Wetter nicht so wirklich meine Fantasie unterstützen.
Heute bin ich darauf gekommen, dass ich die Zeit bei geschlossenem Verdeck nutzen kann, doch mal all die unerledigten Anrufe zu erledigen, die mir schon so lange auf der Seele brennen. Gedacht und getan...
Mein erster Anruf galt einer besonderen Freundin, die ich sehr gerne mag. Es war toll mit ihr zu sprechen. Auf der einen Seite natürlich, weil ich mal wieder mit ihr sprechen konnte. Auf der anderen Seite aber, weil sie mir erzählte, dass sie frisch verliebt sei und ihr der Regen gar nichts ausmacht. Nach einer kurzen, aber sehr intensiven Gedankenpause antwortete ich: Stimmt, man gewöhnt sich dran.
Ob ich jetzt damit das frisch verlieben oder aber den Regen meinte, weiß ich jetzt im nachhinein gar nicht mehr so genau.
Ist aber eigentlich auch egal, denn der Regen kann meine gute Laune zur Zeit nicht nieder kriegen und frisch verliebt bin ich ja eigentlich permanent. Ich kann auch nix dafür, es kommt einfach immer so über mich. Gerade zum Beispiel, diese tolle brünette Frau in der Brez'n. Ich werde sie wohl nie wieder sehen, aber ein bißchen verliebt bin ich schon...
Also Freunde, verliebt euch und der Regen kann euch nichts mehr anhaben. Und den Menschen, die sich nicht verlieben wollen, empfehle ich den Shop, bei dem es zufälligerweise auch Kaffee gibt. Denn dort gibt es aktuell Regenschirme im Sonderangebot. Und das ganz ohne Treuekarten.
Nix für ungut
28 August 2007
Man stößt an seine Grenzen...
Ich hätte auch weit weg reisen können, aber das hätte nichts an meinem Gefühl geändert.
Denn mit all meiner freien Zeit gab es Freunde, die mich begleiten! Cosmic, das waren tolle Tage (die kleinen Tintenfische und das ungeplante Weißwurscht-Frühstück...); Olibär, Du hast mich gefordert und mir was gegeben (Freestyle in Speyer und soviel mehr); Andi, Du hast mich zum lachen gebracht (Barbeque im Regen und wir damals im Nordbad); SEK (Wir haben uns jetzt im Regen getroffen, du hattest ein Playmobil-Auto, mit Rückenschmerzen. Aber Du warst einfach da...)
Nix für ungut
14 August 2007
Ich dachte wirklich...
Und es ist tatsächlich anders! Kurz ausgeholt, mein berufliches Leben dreht sich und mein persönliches Leben auch!
Meine Finger stinken pervers nach schweizerischem Käse. Ein Freund war da. Ich habe mir Mühe gegeben zu kochen. Der Käse kam am Ende, da kann man ja eigentlich nix falsch machen. Bis auf die stinkenden Finger...
Was kann man sonst noch falsch machen?
Nix, denke ich, die Finger stinken, aber ich kann ja unter die Dusche gehen.
Jetzt, im Moment, stinke ich noch ein bißchen vor mich hin. Es ist zwei Uhr am Morgen und meine Finger dürfen immer noch stinken... Ist das schon Freiheit?
Nein, die Finger werden gleich gewaschen! Nee, das ist es nicht...
Es ist was anderes, was mir das Gefühl gibt frei zu sein. Es ist das Wissen, etwas Neues anzufangen. Und damit das Gefühl, anders und damit intensiver an Dinge ranzugehen.
Ich brauchte ein bißchen Zeit, um damit warm zu werden. Es wird sich jetzt zeigen, was ich daraus mache...
nix für ungut
19 Juli 2007
Ein kleiner Traum...
Aber der Reihe nach: Ich denke, ich muss so sechzehn Jahre alt gewesen sein. Ich war zu Besuch in München und irgendjemand - heute weiß ich schon nicht mehr wer - schenkte mir eine Kassette. So machte man das im Jahre Neunzehnhundertfünfundachtzig!
Die Kassette war selbst aufgenommen und da war für mich total neue, spannende und unterschiedliche Musik dauf. Doch ein Stück hat sich damals in mein Hirn gebrannt. Die Musik war bombastisch und bester Prog-Rock. Doch die Stimme, die ich hörte, ließ sich mit nichts vergleichen, was ich jemals gehört hatte.
Es dauerte lange, bis ich den Namen der Band herausfand. Denn niemand kannte dieses Stück und auch im Radio hatte ich es noch nie gehört. Irgendwann wußte ich es dann: Die Band hieß "Pavlov's Dog" und der Besitzer der Stimme "David Surkamp".
Das muss dann aber schon '88 gewesen sein, denn ich kaufte mir natürlich auch sofort meine erste CD der Hunde. (Irgendwann zu der Zeit fing ich an, mir CD's zu kaufen)
Es war auch fast die letzte, denn ich musste feststellen, dass sich die Band schon vor meiner Entdeckung wieder getrennt hatte. Zwei Alben hatten sie nur veröffentlicht. Ich ergab mich in mein Schicksal, kaufte noch die zweite CD, und fand mich damit ab, dass es Künstler gibt, die man halt nie live erleben darf.
Die CD's hielten bis heute durch und "Julia", das Lied, das damals auf der Kassette war, ist für mich immer noch eines der schönsten Liebeslieder, die jemals geschrieben und in einzigartiger Weise performed wurden.
Hier wäre die Geschichte dann auch theoretisch zu Ende, wenn ich nicht vor zwei Wochen zufällig eine drei Tage alte Abendzeitung in die Hände bekommen hätte. Etwas gelangweilt blätterte ich darin herum, um mit einem Mal ein Grinsen ins Gesicht zu kriegen, bei dem jeder Mensch, der mich sah, wohl gedacht haben muss: "Wo kriegt der Nickel denn immer diesen guten Stoff her?".
Doch da stand es Schwarz auf Weiß. PAVLOV'S DOG spielt in München. Das war gestern Abend, live. Und ich war da. Ganz am Ende sang David Surkamp "Julia". Ich glaub, er sang es diesmal nur für mich...
Ein kleiner Traum ist wahr geworden, gestern Abend!!!


Und falls jemand "Pavlov's Dog" nicht kennt, so gehe er in den Keller zum schämen, gehe auf Wikipedia oder höre sich die Neuaufnahme von "Julia" an. Das Original finde ich nur auf CD, lohnt sich aber umsomehr...
Julia, you've set the standards for me...
Nix für ungut
P.S.
Entgegen aller Gerüchte: Die junge Frau an der Violine ist wohl nicht die Tochter, sondern heißt Andrea Young (www. andrea-young.com). Meine Zukünftige darf aber gerne Rockvioline spielen. Selten jemanden so erotisch ein Instrument spielen sehen ;-)
Danke, Herr Surkamp! Danke, Pavlov's Dog! Danke, youtube! Danke, Abendzeitung! Danke, Herr Swietlik für die Begleitung! Danke, für soviel Sonnenschein! Danke, dem Erfinder des Chardonnay! Und Danke, dass es mich gibt...
18 Juli 2007
Ich habe geforscht...
Ich habe etwas provoziert, was eventuell für viele Menschen irrational erscheinen mag.
Ich habe es darauf angelegt, dass mir ein Job, den ich sechseinhalb Jahre ausgeübt habe, nicht verlängert wird.
Es gibt X Gründe, warum ich hätte weiter machen sollen. Aber es gibt nur einen Grund, warum ich nicht mehr wollte.
ICH war nicht mehr ICH.
Ich hab mich dabei verdreht, ich hab mich dabei gewendet und ich hab mich dabei wohlgefühlt. Und ich habe dabei eine Menge gelernt! Für die Zeit passte es auch. Es war eine tolle Zeit...
Nix für ungut @ Tenacious D.
08 Juli 2007
Treueherzen im Regen
Auf den ersten Blick hat das eine nix mit dem anderen zutun. Aber erstens, ich stelle fest: Es regnet!
Zweitens stelle ich fest: Beim Tengelmann gibt es Treueherzen! Ich habe schon achtzehn...
Noch zweiundzwanzig und ich kann mir, für nur 29,99 €, einen Bräter mit Grilleinsatz kaufen!
Das mit den Treueherzen finde ich grundsätzlich gut! Wann kaufe ich mir sonst einen Bräter mit Grilleinsatz?
Das mit dem Regen finde ich dann schon wieder doof!
Mein kleines - im Sommer dachloses - Auto neigt bei Regen dazu extrem viel Feuchtigkeit auf zu nehmen. Das heißt, im Klartext, ich habe zur Zeit einen kleinen Swimmingpool im Auto. Vor zwei Jahren hat mir die schöne Sheila ein kleines, gelbes Quitsche-Entchen geschenkt, das lustig im Verdeckraum rumschwimmen kann.
Sheila ist zur Zeit in Shanghai und das gelbe Entchen schwimmt trotzdem mal wieder in meinem Auto herum.
Für mich stellt sich jetzt die Frage, ob ich mit dem Bräter mit Grilleinsatz bessere Chancen bei Sheila habe, ob ich eventuell die gesammelten Treueherzen bei ihr direkt einlösen kann und ob sie diese Zeilen jemals lesen mag!
Auch wenn ich die Haartracht nicht mehr teile:
Oh Baby, Baby it's a wild world...
Nix für ungut
cat stevens is still great & danke an youtube
04 Juli 2007
Huuraahh!
Normalerweise schreibe ich ja nur, wenn ich was erlebt habe! Und gerade deswegen: Denn heute war, völlig still und heimlich, der tausendste Besucher hier!
Ich bin ein bißchen gerührt!
Tja, und wenn ich gerührt bin, dann suche ich nach Dingen, die mich schon immer ein bißchen gerührt haben. Eigentlich nur, um mich selbst ein wenig wieder aufzubauen, wenn ich denn so ein bißchen gerührt bin.
Und dann finde ich sowas. Und ich merke: Ich danke meinen Eltern für die Rührung in all den vergangenen Jahren!
Wenn ihr jemals Kinder haben solltet, dann gebt ihnen dieses Gefühl mit auf den Weg:
Nix für ungut
19 Juni 2007
Ich war auf ner Hochzeit!
Ich muss sagen, ich mag Hochzeiten. Dieses Gefühl, wenn die beiden da vorne stehen und "Ja" sagen, ich finde das toll. Auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht, denn beide sagten "Ja". Die Zeit zwischen Trauung und Party wurde im heimischen Garten mit hervorragendem Zucchini-Salat, Würstchen und einem Mittagsschläfchen überbrückt.
Kaum aufgewacht war es auch schon wieder 18:oo Uhr und die Party ging los. Und was für eine Party. Ich hatte richtig Spaß. Gut, zwischdurch wurde ich genötigt einen mir wildfremden, aber überdimensional großen Schlüpper zu tauschen - mit einer mir ebenso wildfremden, aber keineswegs überdimensionalen Frau. Dabei mussten wir tanzen und das Ganze ging auch noch auf Zeit. Das war wohl ein Partyspiel. Wildfremde Frau, ich danke Dir für dieses leise zugeraunte: "Bei der nächsten Runde, stolpere ich dann...". Ich kam zumindest sauber aus der Sache raus. Die dabei entstandenen Fotos hätte ich trotzdem gerne zur Abnahme!
Dann ist aber noch etwas passiert, was mein Leben wohl wesentlich beeinflußen wird. Es muss so gegen halb zwei in der früh gewesen sein. Ich schmiss gerade die Braut wild auf der Tanzfläche herum (äußerst filigran, so kam es mir zumindest vor), da hob sie ihr äußerst nett anzusehendes Kleid und entledigte sich eines sündigen Stücks feinster Spitze. Prompt hatte ich das obligatorische Strumpfband überreicht bekommen und das mit den Worten: "Wenn Du weißt, was das bedeutet...". Ja, ich wußte. Am nächsten Morgen habe ich dann sicherheitshalber doch noch mal gegoogelt. Tja, jetzt werde ich wohl heiraten!
Ich bin schon mal in die Planung eingetaucht und werde wohl auch das Aufgebot bestellen. Auch für das Schlüpferspiel habe ich schon jemanden im Auge. SEK, du wirst doch wohl da sein???
Jetzt fehlt mir nur die Frau dazu. Ihr einsamen Wesen da draußen: Bewerbungen sind unter den bekannten Kontaktadressen (mit Kontoauszug bevorzugt) herzlich willkommen!
Aber noch etwas Anderes ist mir aufgefallen. Das betraf aber weniger die Hochzeit, als die An- beziehungsweise Rückreise. Und jedem, der kürzlich vielleicht mal Halt an einer Autobahnraststätte gemacht hat, kann mich jetzt hoffentlich verstehen. Denn, mein angeborenes Verhalten dort ist: Ich komme, ich tanke, ich zahle, ich pinkele, ich fahre!
Wie ich feststellen musste, ist das ab jetzt anders. Weil, jetzt gibt es Sanifair. Da zahlt man, wenn man denn mal muss, an einen Automaten 50 Eurocent. Grundsätzlich kein Problem. Aber, dafür kriegt man einen Gutschein, den man beim Einkauf wieder einlösen kann.
Und somit sieht der Raststättenablauf ja schon ganz anders aus: Ich komme, ich tanke, ich zahle, ich kriege meinen Gutschein, ich pinkele, ich gehe zurück zur Tankstelle, ich kaufe etwas, ich fahre!
Nur, was kaufe ich denn für 50 Eurocent? Selbst Kaugummis der unteren Geschmacksstufe sind teurer. Aber man kann die Gutscheine auch sammeln. Gehe ich aber trotzdem deswegen auf einer simplen Sechs-Stunden-Fahrt acht mal Pinkeln, nur um mir eine sinnvolle Schachtel Zigaretten zu kaufen? Eher nein.
Mein Vorschlag an alle zukünftigen Autobahnraststätten-Designer: Baut die Toiletten ganz vorne hin. Dann gibt es ab sofort auch viel mehr glückliche Gesichter beim Tanken!
Es war eine schöne Hochzeit & Nix für ungut
Und für den jungen Herrn Schulte aus der Bastide ist heute Wunschblog. Obwohl es youtube.com gibt :-)
Das ist auf der letzten CD, die ich mir gekauft habe:
Louise attaque: J't'emmène au vent
11 Juni 2007
Der ganze Himmel hängt voller Bratwürsten...
Ich habe gestern gelernt, dass es ökologisch angebautes, vegetarisches Döner gibt! Probiert habe ich es nicht!!!
Gebrannte Mandeln passen, meines Erachtens, nicht wirklich zu dreißig Grad im Schatten!
Dem Sushimann, der seinen Fisch - auch noch am zweiten Tag - mit diesen blauen Dingern aus dem Eisfach kühl hält, schenkte ich auch kein Vertrauen!
Und so landete ich mal wieder bei der Bratwurst. Ich fragte nicht, was drin ist, sondern nur, wann sie drin ist... Und das machte Spass!!! (War aber auch nicht so schwer, denn alle zehn Meter stand eine Bude, immer zwischen den südamerikanischen Folkloresängern und den einsamen Digiridoo-Spielern - oder wie das Instrument auch immer heißen mag...)
Aber eigentlich ist mir was anderes aufgefallen. Der nette bayerische Rundfunk sendete gestern live von hier. Einjährige Weltmeisterschaft wurde gefeiert. Um ehrlich zu sein, es sah im Fernsehen besser aus, als es unten auf der Strasse war. Aber das ist legitim! Ja, der Kaiser sah aus wie immer und selbst Gerd Rubenbauer gab an der Münchner Freiheit sein Bestes (Diese Beweihräucherung des FC Bayern will ich geflissentlich übersehen, ich weiß ja wo ich wohne...). Legitim!
Es gab sogar wirklich Menschen, die sich wieder die Landesfarben ins Gesicht malten und das nur, weil der bayerische Rundfunk dazu aufgerufen hat. Zu 90% Frauen und davon 100% im Tokio-Hotel-Fan-Alter. Wie gesagt, alles legitim!
Macht nix! Aber mein Ding war das gestern nicht. Wer feiern will, soll feiern. Aber die Stimmung des letzten Jahres kriegt man so leicht nicht wieder. Schade eigentlich...
Viele andere haben versucht Worte dafür zu finden, die richtigen werde ich jetzt auch nicht haben: Aber das war einfach nur geil!!! So eine große Party habe ich noch nie erlebt. Du ziehst morgends ein Trikot an, gehst aus dem Haus und jeder ist dein Freund. Die Kneipe (ich habe jedes deutsche Spiel im Schwabinger Wassermann gesehen) war eine große Gemeinschaft, wir warteten nur gemeinsam auf das erlösende Tor. Und davon gab es ja nicht wenige!
Danach war hier unten, auf der großen Strasse, vor meinen Fenstern (geputzt natürlich), immer Strassenfest. Egal, welche Mannschaft spielte.
Da gab es allerdings nur beschränkt Bratwurst! Weil, organisiert war da wenig! "Alles Wurst", der Wurststand meines Vertrauens, schob halt normalen Dienst, bis auf den Beamer, den hatten sie schon im Garten aufgestellt.
Soviele Details kommen wieder hoch, ein Jahr danach. Frau V.v.M.: Du im Trikot, eine Wucht!
Ich weiß nicht, was ich getan habe, als Kennedy erschossen wurde. Die Mondlandung ist irgendwie auch an mir vorbei gerauscht, aber das Tor in der Nachspielzeit gegen die Polen werde ich nie vergessen!
Trotzdem: Ein schönes Strassenfest war es. Aber halt nur ein Strassenfest. Und die WM war eine schöne WM. Aber was für eine WM!!!
Nix für ungut
thanx to: Sportfreund Stiller & NaTi & ARD für das Video
04 Juni 2007
Mal was Kreatives...
Beim Stöbern in den endlichen Weiten des world wide web bin ich am Wochenende über die Kreativität einer bemerkenswerten Person gestolpert. Ich erlaube mir, voller Respekt, eins von mittlerweile über einhundert Werken hier zu präsentieren:
DAS VEGAS ALPHABET
Einfach nur gut.
Mehr gibt es übrigens unter http://www.neverlandranch.de.vu
Viel Vergnügen & nix für ungut
Dank an LaDolceVegas (unbekannterweise)
24 Mai 2007
Weil es ein so schöner Sonnentag ist!
Ich entschloss mich spontan, an der nächsten roten Ampel lächele ich einfach das Auto links neben mir an...
So kam es, wie es kommen musste. Ich an der nächsten roten Ampel, immer noch voller guter Laune, den Blick fest im Rückspiegel! Und da kam er, dieser überdimensional große, ziemlich heruntergekommene Lastkraftwagen mit schwarzem Nummernschild. Meine guten Laune muss stärker gewesen sein, als meine dunkle Vorahnung. Und deshalb: Kurz gewartet, bis dieses Ungetüm mit quietschenden Reifen neben mir zum stehen kommt, tief Luft geholt, den Kopf nach links gedreht und diesem Bullen von Beifahrer (in Feinripp-Unterhemd und Goldkette im prächtigen Brustpelz) mitten ins Gesicht gegrinst.
Sicherheitshalber hatte ich bereits den ersten Gang eingelegt und ließ die Kupplung leicht schleifen. Man ist sich ja nie ganz sicher, ob LKW-Beifahrer bei Sonnenschein auch gute Laune entwickeln.
Sekunden der Spannung vergingen. Dem zunächst sehr, sehr finsteren Blick meines Nebenmannes folgte - ohne wirklich sichtbaren Übergang - der ehrliche Ausdruck eines Erstaunens und ging dann ansatzlos in ein freundliches Lächeln über. Wir legten beide zwei Finger an die Stirn, machten einen sehr lässigen Seemannsgruß und fuhren unserer Wege.
Kapitäne der Landstrasse unter sich - an einem so schönen Sonnentag!!!
Nix für ungut
P.S.
Und die Musik passt auch dazu.
Merci à: Au p'tit bonheur "J'veux du soleil"
19 Mai 2007
11 Mai 2007
Neulich in der Früh unter der Dusche...

Jetzt sind mir manche Gelüste morgends unter der Dusche nicht fremd, aber "Eis am Stiel"? Was war mit mir los? Sollte ich endgültig den Wahnsinn streifen? Ich musste der Sache auf den Grund gehen. Nach einigen, bestimmt lustig anzusehenden Verrenkungen, hatte ich des Pudels Kern entdeckt. Mein neues Haarshampoo ist Schuld.

Wie auf diesen Vergleichsbildern unschwer zu erkennen, haben die Designer dieser beiden - grundsätzlich aus verschiedenen Produktgruppen stammenden - Premiumobjekte auf die gleiche Farbauswahl vertraut. Doch damit nicht genug. Auch die Geruchsexperten waren sich einig. Und so kommt es, dass der unprofessionelle Kunde, mit verschlossenen Augen, aber offener Nase, garantiert keinen Unterschied entdecken wird.
Mir stellt sich jetzt die Frage, ob sich bei den beiden Produkten noch mehr Übereinstimmungen verstecken? Ich neige bereits zum Selbstversuch! Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder ich nehme tatsächlich ein CujaMara Split mit unter die Dusche und verteile es gespannt auf meinem Kopf (Hierbei lässt ein relevantes Ergebnis bestimmt auf sich warten!).
Oder aber man friert das Haarshampoo ein, steckt kleine Holzlöffel in die Pampe, leiht sich beim Nachbarn ein oder zwei Kinder und schaut gespannt zu, wenn die kleinen Racker fröhlich zu Werke gehen. Es ist zu erwarten, dass das Ergebnis dieser feinen Versuchsreihe schneller vorliegt...
Ich werde dran bleiben, nix für ungut
09 Mai 2007
Der blaue Leuchtstab
Vorgestern beispielsweise trieb es mich in einen Baumarkt. Eigentlich wollte ich nur eine Glühbirne kaufen. Um genau zu sein: Zwei. Denn seit ewigen Zeiten leuchten im Kronleuchter - dem in der Küche - diese gelben Karstadt-Glühbirnen. Seitdem aber der artist a.k.a Monaco SEK ausgezogen ist, haben zwei davon ihren Geist aufgegeben. Kein Problem denke ich, ab in das Kaufhaus deines Vertrauens, aber Flötepiep. Nix Da! Keine gelben Glühbirnen mehr im Karstadt! Im Zuge der Neuorientierung des Konzerns sind anscheinend meine gelben Glühbirnen aus dem Sortiment genommen worden. Blöd, denke ich! Aber was solls? (Nebenbei, warum passen gelbe Glühbirnen nicht in das Konzept eines sich neufindenden Konzerns? Ich zumindest war immer sehr zufrieden damit!)
Naja, ich auf jeden Fall ab in den Baumarkt. Immer noch wild entschlossen meine zwei Glühbirnen zu finden. Sollte ja eigentlich auch kein Problem sein. War es dann aber doch, denn erstens gab es die identischen (gelben) Glühbirnen natürlich nicht. Dies hat nun zur Folge, dass der Kronleuchter - der in der Küche - jetzt in heller, aber völlig unkontrollierter Pracht strahlt (Alle Birnen gleichzeitig auszutauschen, dazu bin ich dann doch zu geizig!). So richtig schlecht sieht es aber auch nicht aus, deswegen wird es dann doch die nächsten Jahre Bestand haben!
Aber (und das ist zweitens) auf dem Weg durch diesen Baumarkt sind mir mal wieder Dinge begegnet... - wie schreibt man dieses Geräusch, wenn man die Zuge durch die Lippen steckt und einfach nur noch die Luft rausschiebt? "Blfhflfhflfhllfhfllf"
Dieser wahnsinnige dieselbetriebe Sitzrasenmäher, den ich auch ohne Garten gerne hätte, war nur der Anfang. Ich will nicht vom Heimwerkergürtel (für mindesten zweihundertdreißig verschiedende Werkzeuge) sprechen, oder von der batteriebetrieben Kopfleuchte (mann weiß ja nie, wenn mal wieder der Strom ausfällt?), geschweige denn von dem wirklich sehr ansprechenden Elektrokamin, der selbstverständlich im Angebot war. All diesen fantastischen Angeboten habe ich heldenhaft widerstehen können!
Aber dann kam ich in Gang 14! Es ist der Gang, in dem die Glühbirnen zu finden sind! Und da stand er dann: Dieser blaue Leuchtstab! 1,35 cm! Mit Schalter! Für nur 17,99€! Ich musste ihn einfach kaufen, denn wann weiß man schon, wann es etwas so tolles wieder zu diesem Preis zu kaufen gibt?
An der Kasse hat sich rausgestellt, das Ding wurde nur mit 7,99€ berechnet. Also eigentlich habe ich ein Schnäppchen gemacht!
Halbwegs zufrieden mit meinem Ergebnis landete ich dann wieder zu Hause. Tja, jetzt habe ich einen blauen Leuchtstab! Für nur 7,99€!
Seit gestern suche ich einen Platz dafür...
Nix für ungut
08 Mai 2007
Ich freu mich immer noch
Aber wo es doch so schön war! Da muss eine Solo-Polonäse durch alle Räume, einschließlich dem mehrfachen Abgesang des einschlägig bekannten Liedguts, mal erlaubt sein, oder?
Eindeutig das Highlight des Wochendes!!!
"Nobbi, halt die Fresse. Du störst hier!" Schöner kann man einen solch weltbewegenden Moment kaum in Worte fassen. (Nobbi, das sei dem uneingeweihten Leser mitgeteilt, ist übrigens Norbert Dickel, Stadionsprecher und Eventmanager beim BvB.)
Fussball, Du kannst so herrlich sein!
Und jetzt, Nelson, noch die fehlenden - aber etwas voreilig versprochenen - vierzehn weitere Buden gegen Schlacke und wir sind wieder quitt! Ich drück die Daumen...
Nix für ungut
P.S.
Selbstverständlich war auch der Ausflug - in Begleitung einer wirklich faszinierenden und ebenso hinreißenden Frau - in die Pinakothek der Moderne, einschließlich Dokumentarfilm und anschließendem Kaffeegenuss, ein wahres Highlight, landet aber aus gegebenem Anlass nur auf dem zweiten Platz. Bin halt auch nur ein Mann!
Audio by: bvb netradio
thanx to bvb borussia & youtube
special thanx to the one and only Nelson Valdez
02 Mai 2007
Das Horoskop des Tages
"Einem Teil unserer Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma XY bei".
Das interessiert doch eigentlich kein Schwein, oder? Entweder, ich habe diesen Prospekt oder ich habe ihn nicht. Wenn ich ihn dann aber nicht habe, will ich auch nicht explizit darauf hingewiesen werden, dass ein anderer Leser in den Genuss des Prospektes der Firma XY gekommen ist! Was weiß ich, welche tollen Angebote darin standen? Sehr schön ist auch die Anzeige direkt daneben:
"Unbefriedigte Millionärsgattin (43) aus Bayern sucht Mann für erotische Treffs aller Art. Anonym".
Es folgt dann eine Mobilnummer, die ich allerdings für mich behalte, denn ich muss ja auch sehen, wo ich bleibe.
Das Horoskop. Fünf Zeilen, die meinen Start in den Tag bestimmen. Und das unabhängig vom Inhalt! Das "Horoskop des Tages" gibt mir immer einen guten Ausblick auf die folgenden Geschehnisse. Ist es positiv für mich, nehme ich es an und denke: "Ja, genau so wird mein Tag, die Sterne meinen es gut mit mir!" Sollte es hingegen negativ ausfallen, weiß ich mit Bestimmtheit: "Wer glaubt denn schon an so einen Schmarrn? Du hast doch das Schicksal selbst in der Hand!".
Meine Tageszeitung hier in München ist die Abendzeitung. In dieser wundervollen Boulevardzeitung ist das Tageshoroskop nie völlig positiv, aber auch nie völlig negativ. Halt genau so, wie das Tageshoroskop eigentlich sein sollte. Dann kann ich nämlich selbst entscheiden, ob ich besser den Sternen vertraue oder doch lieber meiner Hand (Die folgenden Worte schon vor Augen habend, überdenke ich diesen Satz besser nochmal, aber...).
Heute hat mich selbst die Abendzeitung überrascht. Ich springe auf Seite 10, streife den Skorpion, selbst den Schützen, um dann endlich beim Steinbock angelangt zu sein und dann stehen da folgende Worte:
Steinbock
22.12. - 20.01.
Ihr Liebesleben könnte
Und Schluss! Mehr steht da nicht! Hey, was soll ich denn damit anfangen? Machen wir jetzt in DIY-Horoskope? Muss ich mir meine Zukunft ab jetzt selbst deuten, oder was? Ab diesem Zeitpunkt habe ich die Kellnerin auf jeden Fall mit anderen Augen angesehen. Sie könnte - könnte zwangsläufig aber auch nicht. Ich könnte noch auf die Piste gehen, denn das würde mein Liebesleben - könnte aber auch nicht. Meine Hand kriegt eine neue Bedeutung - könnte aber auch nicht (Bezug siehe oben).
Liebe Löwen, euch hat es nicht besser getroffen. Euer Tageshoroskop sagt:
Löwe
23.07. - 23.08.
Wenn ihr Pessimismus
Und auch da bricht es ab! Es ist schon dumm, dass wir aus der Druckzeile gerutscht sind. Unsere Zukunft ist ungewiss!!! Verschollen in den unendlichen Weiten der Astrologie. Nur weil der letzte Zentimeter der Seite 10 der Abendzeitung - unserer Ausgabe - zu weit nach unten gerutscht ist. Da lob ich mir den Wassermann (Der kriegt natürlich die vollen fünf Zeilen, der Streber!):
Wassermann
21.01. - 19.02.
Sie flirten sich unaufhaltsam in die Herzen des andern Geschlechts. Singles gehören auf die Piste. Amouröse Turbulenzen!
Na super! Dem kleinen Wasserfrosch wurde natürlich wieder gesagt, wo es langgeht! Und was hat er heute Abend daraus gemacht??? Ich werde es nicht feststellen, denn das Tageshoroskop macht mich heute mehr als skeptisch.
Und somit fordere ich das Schicksal nicht weiter heraus, denke zwar, dass was könnte... - aber nichts muss! Horoskop hin oder her.
Nix für ungut
Alle fetten Texte: Dank an die Abendzeitung vom 02.05.07
30 April 2007
Glückstag
Heute morgen auf dem Weg ins Büro. Die Sonne scheint, das Verdeck ist unten und der Fahrtwind zerzaust mein volles Haupthaar.
Das Radio lauter gedreht und der nette Herr Schmitz singt ein feines Lied für mich.
Dieser Tag ist mein Freund! Danke, Herr Schmitz.
Sonne für Alle!!!
Nix für ungut
Song: Sasha - Lucky day
Zugfahren...
Gestern Abend war es noch Primetime, heute schon das Spätprogramm! Boah, was waren diese Filme schlecht. Ich hätte einfach ausschalten sollen. Hilft aber auch nix, denn sie laufen ja trotzdem.
Kennt jemand einen guten Katastrophenfilm, in dem ein Zug die Hauptrolle spielt? Gibt es einen Katastrophenfilm, in dem eine Strassenbahn entführt wird? Moralisch gesehen ist ein Katastrophenfilm natürlich so oder so kein guter Film, aber darum soll es jetzt nicht gehen...
Ein Flugzeug, ein Bus, selbst das Ding mit den Kreuzfahrtschiffen klappt. Aber alles, was auf Schienen läuft? Nee, nicht wirklich. Da ist der Weg vorgegeben und vielleicht deshalb nicht gut???
In den Filmen geht es immer um Güterzüge und die Wahrscheinlichkeit, dass ich darin sitze ist relativ gering. Somit werde ich wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht persönlich einer Atombombe begegnen. Das beruhigt mich dann jetzt schon sehr!
Nix für ungut
26 April 2007
Es muss Frühling sein...
Was das Hübsch angeht war das trotzdem komisch, denn das dachte ich drei Minuten vorher auch, als ich meine Kaffeebestellung aufgab. Da war die Kellnerin aber nicht blond, sondern brunett. War ja auch eine andere und auch ein anderer Laden. Aber zweimal in einem so kurzen Zeitintervall?
Dann bin ich mitten im Sportteil, blicke mal wieder auf und stelle fest, dass sich zwei weibliche Wesen an einen Tisch direkt neben mich gesetzt haben. Was folgt ist logisch: Ich finde sie ebenfalls hübsch! Doch damit nicht genug. Zwei Tische weiter sitzt eine Gruppe geographisch undefinierbarer Osteuropäerinnen.
Da ich diese auch noch extrem attraktiv finde, beschließe ich den Rückzug anzutreten. Ich mache mich auf den Weg ins Büro! Nicht, dass ich zu so früher Stunde noch irgendwelche unkontrollierten Heiratsanträge von mir gebe...
Jetzt aber Ruhe denke ich, aber weit gefehlt! In der Tiefgarage angekommen, fahre ich gerade die Duplex herunter und schon wieder eine tolle Frau, die meinen Weg kreuzt! Augen zu und durch lautet jetzt die Devise. Wenn ich erst mal oben an meinem Schreibtisch ankomme, bin ich in Sicherheit!!! Weit gefehlt, es ging einfach so weiter. Egal ob Empfang, Kopierer, Kaffeküche, irgendwas ist heute passiert.
Ob sich die weiblichen Wesen dieser Welt absprechen? So im Stil: "Mädels, unser Stichtag dieses Jahr ist der 26. April. Wir starten den Angriff. Ab neun Uhr wird zurückgeschossen!". Oder ist es nur der Frühling?
Wie ich schon schrieb, es könnte schön werden :-)
Nix für ungut
25 April 2007
Sommer in der Stadt
es gibt doch nichts schöneres als Abends in ein Bett zu steigen und genüßlich festzustellen, dass man frische Bettwäsche aufgezogen hat. Ähnlich geht es mir zur Zeit mit meinen Fenstern. Denn so froh ich über diese herrliche zweite Aprilhälfte bin, so gnadenlos wurde mir durch ununterbrochenen Sonnenschein bewußt, dass ich meine Fenster wohl etwas vernachlässigt hatte. Und ich musste eingestehen, das haben sie nun wirklich nicht verdient.
In einem Anflug von Hausmännlichkeit ging ich umgehend ans Werk und habe schon fast die Hälfte geschafft. Fantastisch! Ich will nicht übertreiben und gleich von gesteigertem Lebenswert sprechen, aber einen Hauch hat es davon. Insbesondere das Fenster, das sich im Moment hinter mir befindet, macht mir dabei gerade große Freude. Es strahlt in seinem neuen Glanze, als wolle es sich tatsächlich täglich bei mir bedanken. Ich bin bereits am überlegen, ob ich den Fenstern nicht Namen geben soll. Das könnte numerisch funktionieren: "Guten Morgen, liebes Fenster Nummer Eins. Na, Du strahlst aber heute!" könnte ich dann am Morgen sagen. Oder sie nach Himmelsrichtungen benennen: "Hallo, Du imposantes Nordfenster, lass mich mal einen Blick auf dich werfen. Mmmh, Du siehst aber gut aus heute...". Ganz uneigennützig sind diese Gedanken natürlich nicht. Ich verbinde damit die große Hoffnung, dass diese Säcke von Fenstern sich durch die persönliche Ansprache extrem geehrt fühlen und in Zukunft gefälligst mal ein bißchen darauf achten, sich nicht sofort wieder zu beschmutzen. Ich werde berichten, ob ich Erfolg habe!
Tja, ansonsten rast die Zeit. Da nimmt man sich vor, das Ganze jetzt mal ruhiger angehen zu lassen. Entspannter, nicht so hektisch und vor allen Dingen ganz, ganz piano. Dann schaut man in den Kalender und stellt fest: Wir haben schon wieder Ende April... Ist das nun kontraproduktiv, wo man es doch eigentlich ruhig angehen lassen will?
Draußen auf der großen Strasse vor meinen (ich muss es noch einmal erwähnen: FRISCH GEPUTZTEN!) Fenstern ist der Sommer ausgebrochen. Die T-Shirts werden wieder enger und die Menschen strömen. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, bevor ich ins Büro fahre, einen Kaffee in einem Strassencafé zu trinken und erst einmal die Tageszeitung zu lesen. Es scheint zu funktionieren, dieses "ruhiger Angehen lassen". Und so manches enge T-Shirt trägt auch zu meinem Wohlbefinden bei, das sei mir erlaubt zu sagen.
Es könnte schön werden... Nix für ungut
24 März 2007
Lebt denn der...
Schwere See, ohje! Das waren ganz schön anstrengende Wochen, diese letzten der Wochen! Um bei dem Bild zu bleiben, ich wünschte mir einen Lotsen, der mich einfach sicher in den nächsten Hafen bringt. Allein finde ich ihn zwar auch, aber es bleiben so viele Fragen, die man sich erst einmal beantworten muss.
Nachdem ich schon fürchtete mein Kapitänspatent abgeben zu müssen, besteige ich gerade wieder die Brücke des alten Kahns MS Nickel und fahre mit Volldampf zu neuen Ufern. Die Richtung ist zwar noch nicht eingezeichnet, aber Hauptsache es dampft wieder!!!
Um es kurz zu machen: Es bleibt spannend! Und ab jetzt habe ich auch wieder die Muße für die ein oder andere Flaschenpost.
Leider kommt der Papst so schnell nicht wieder vorbei, aber es wär doch gelacht, wenn es nicht andere Geschichten zu finden gäbe. Gleich morgen früh mache ich mich auf die Suche, auch wenn draußen Schnee liegt. Bin ich mal froh, dass ich meine Winterreifen noch drauf habe!
Also, nicht ich so direkt, sondern eher mein Auto, aber vielleicht sind wir dann doch nicht so verschieden, mein Auto und ich. Ich glaube, wir warten beide auf den Sommer! Grad schön wirds!!!
Nix für ungut!
10 Januar 2007
Wie die Zeit vergeht...
Dabei kann ich kaum glauben, dass wir erst den 10. Januar 2007 schreiben. Mir kommt es vor, als seien bereits Monate verstrichen. Das mag zum einen daran liegen, dass ich, auf Grund meiner Arbeit, gar nicht erst auf ein Jahresendgefühl zusteuern konnte, zum anderen aber auch daran, dass ich etwas vermisse!
Ich, der sich seit langem als Winterhassender bezeichne, stelle fest, dass zu dieser Jahreszeit ein bisschen mehr Winter gehört. Nicht so wahnsinnig viel... Aber ein bisschen mehr halt dann schon!
Nicht die Kälte, nicht der Schnee, nicht die zugefrorenen Autoschlösser. Nicht die Pfützen, denen man nicht ausweichen kann. Nicht unbedingt der Glühwein, nicht die Stromrechnung und auch nicht die Weihnachtsbeleuchtung am Karstadt gegenüber.
Aber, dass ich heute morgen vereinzelte Vögel zwitschern höre, es mir in der Wohnung zu warm wird (Ja, ich hatte die Heizung aufgedreht, man weiß ja nie...) und es mir vorkommt, als sei das Jahr schon fast wieder vorüber, passt mir dann auch nicht!
Dabei hatte ich diesen Winter echt hoffnungsvoll begonnen. Ich war mir sicher: Er kommt! So wie immer. Ich könnte mich dann beschweren und deshalb miese Laune haben. Und jetzt kommt er nicht, der blöde Depp. Wohin mit meiner schlechten Laune?
Fazit: Ich erhalte mir einfach meine gute Laune, so dass ich auch dieses ungeahnte Ereignis überstehe. Jeder, der mir dabei hilft, ist herzlich willkommen!
Nix für Ungut!

